Der „o2 Surf Stick“ ist eine einfache Möglichkeit sich jederzeit von fast überall in das mobile Internet einzuwählen, er wird mit einer Mindestvertragslaufzeit von 6 Monaten und einer UMTS Flatrate angeboten, es gibt allerdings auch eine Prepaid Variante - den „o2 Prepaid-Surfstick“.
Erhältlich ist der o2 Surf Stick in den o2 Mobilfunkshops und im Internet unter www.o2online.de, in den o2 Shops wird für den o2 Surfstick eine Grundgebühr von 25,00 Euro verlangt.
Bestellt man den Surfstick im Internet gibt es einen Online-Rabatt von 15% auf die monatliche Rechnung und man kommt auf einen monatlichen Preis von 21,25 Euro. Der Vertrag hat nach Abschluss eine Laufzeit von 24 Monaten, kündigent kann bereits ab dem 6. Monat. Den USB Surf Stick erhält der Vertragsnutzer zum Preis von 30,00 Euro. Bei der Onlinebestellung fallen einmalig 3,95 € Versandkosten an.
Laut Vertragsbedingungen stehen dem Nutzer pro Kalendermonat 5 GB Datenübertragungsvolumen zu, das bedeutet 5 GB für alle Datentransfers, die beim Besuchen von Webseiten, usw. anfallen.
Überschreitet der User die monatliche Grenze von 5 GB, wird seine UMTS-Verbindung mit 7,2 Mbit/s auf GPRS Niveau gedrosselt. Damit ist man dann nur noch mit einer Geschwindigkeit von etwa 64 kb/s im Internet unterwegs, da kommen Erinnerungen an die gute alte Modem Ära auf.
Die Nutzung von Peer-to-Peer (Filesharing) Netzwerken und Sprachdiensten ist wie bei allen Anbietern von UMTS Tarifen vertraglich ausgeschlossen, ausdrücklich erlaubt ist hingegen die Nutzung von Voice over IP (VoIP). Eine Nutzung der ausgeschlossenen Dienste ist aber dennoch möglich. o2 behält sich vertraglich vor, die Verbindung täglich nach 24 Uhr automatisch zu trennen. Eine Einwahl ist allerdings direkt danach wieder möglich.
Den o2 Prepaid-Surfstick kann man wahlweise mit einer monatlich kündbaren Flatrate (25,00 Euro) oder einer Tagesflatrate (3,50 Euro) nutzen.
Derzeit kann man den O2 Surf Stick 1 Monat lang testen, sollte man aus irgendeinem Grund nicht mit dem Angebot zufrieden sein, hat man die Möglichkeit den Stick innerhalb der ersten 31 Tage nach Aktivierung ohne Angabe von Gründen zu kündigen, erst nach dem Ablauf der ersten 31 Tage hat der Vertrag eine Laufzeit von mindestens 6 Monaten.
Der UMTS Stick wird vom chinesischen Hersteller Huawei gefertigt und trägt die Typenbezeichnung " Modell E-169". Dieses USB-UMTS-Stick unterstützt GPRS/EDGE-Verbindungen in allen vier GSM-Frequenzbereichen (Quadband), außerdem HSDPA über UMTS mit bis zu 7,2 MBit pro Sekunde.
Die Größe des o2 Surf Stick entspricht einem gewöhnlichen USB-Speicherstick und ist mit einem o2 Logo versehen. Leider verfügt der Stick über keine Verbindung zwischen Stick und Schutzkappe, daher kann die Kappe schon mal abhandenkommen.
Ein interessantes Feature des o2 Surf Stick ist das seitliche Einschubfach für Micro-SD Karten, damit lässt sich der Surfstick auch als USB Datenspeicher verwenden, man hat also 2 Geräte in einem.
Des Weiteren verfügt der o2 Surf Stick über einen seitlichen Anschluss für ein zusätzliches Antennenkabel. Antennen für UMTS-Sticks sind im Internet ab 40 € erhältlich und können die Empfangsqualität um bis zu 12 db verstärken. Wenn man in Gebäuden wenig oder garkeinen Empfang hat, sollte man über die Anschaffung einer Antenne nachdenken.
Da der UMTS-Stick unter Umständen bei der Nutzung andere USB-Eingänge durch seine Größe blockieren könnte, hat o2 dem Surf Stick ein 40 cm langes Verlängerungskabel beigelegt. Der Anschluss der Verlängerung passt genau in einen USB-Port, und blockiert dadurch keine anderen Anschlüsse. Zusätzlich bietet das Verlängerungskabel Schutz vor Verbiegen des O2 Stick. Steckt man den Stick direkt in den USB-Anschluss und ist einmal unachtsam, kann sich der Anschluss des Sticks beim Bewegen des Laptops verbiegen und damit beschädigt werden.
Seit einiger Zeit bietet o2 den Surf Stick nicht nur in Weiß an, sondern auch in Grau, Blau, Grün-Türkis, Violett und Orange und bringt somit Farbe und ein wenig Individualität in die Welt der Surfsticks.
Zusammen mit dem Surf Stick bekommt der Kunde alle Unterlagen zugeschickt die man zum reibungslosen Start benötigt, so ist in dem Paket auch eine SIM-Karte enthalten, die in den UMTS-Stick eingesetzt wird. Eine beigelegte Anleitung hilft bei eventuellen Fragen, allerdings ist das Einlegen der SIM-Karte kinderleicht.
Damit sind an dem Stick alle Vorbereitungen für die Inbetriebnahme abgeschlossen und der Stick muss in den USB-Slot des Laptops eingesteckt werden. Ist dies geschehen, erscheint ein Installationsdialog. Hier müssen die in einem Briefumschlag mitgeschickte Mobilfunknummer und die mitgelieferte PIN zur Identifikation eingegeben werden. Damit ist die Software installiert.
Um online zu gehen muss dann jedes Mal die PIN eingegeben werden. Nach erfolgreicher Identifikation erscheint ein Dialog in dem auf "Verbinden" geklickt werden muss. Der Stick wählt sich nun in das Mobilfunknetz ein. Auf dem Bildschirm des Laptops lassen sich über ein Antennensymbol die Verbindungsart und die Verbindungsqualität, sowie das noch verfügbare Datenvolumen bis zur Geschwindigkeitsdrosselung ablesen.
Am Stick befinden sich 3 LEDs die zusätzlich das genutzte Netz anzeigen. Grün bedeutet GPRS, blau UMTS und blaugrün HSDPA.
Mit GPRS surfen zu müssen, weil man entweder momentan kein besseres Netz empfängt oder sein Datenvolumen aufgebraucht hat, ist kein Vergnügen, man surft langsamer als zu Modem-Zeiten. Besonders aufwändige Seiten werden zur Geduldsprobe. In einigen Regionen kann man das EDGE-Netz nutzen, hiermit surft es sich schon angenehmer. Das bedeutet kein komfortables Surfen, aber es ist erträglich.
Ich bin in den bisherigen Monaten nicht über mein Datenvolumen hinausgekommen, womit ich sagen möchte, dass 5 GB für normales Surfen und E-mail absolut ausreichen. Bei größeren Downloads oder exzessiver YouTube Nutzung kann die Grenze doch recht schnell erreicht werden.
Wirklich angenehm ist man im Netz aber nur mit UMTS oder HSDPA unterwegs. Diese Verbindungen fühlen sich wie der DSL-Anschluss zuhause an. Die Seiten bauen sich sehr schnell auf und auch Downloads laufen wunderbar.
Zur Nutzung in Zügen kann ich folgendes sagen: in der Regel ist immer eine Verbindung zum Internet vorhanden. Teilweise kann es vorkommen, dass man kurzzeitig nur GPRS empfangen kann, diese Zeiträume sind aber meistens wirklich kurz. Praktisch ist dass der Stick automatisch in ein besseres Netz wechselt, wenn er dieses ortet.
Obwohl die ICE-Züge der Bahn mit gutem Tempo unterwegs sind, kommen keine Verzögerungen zwischen den Netzzellen zustande. Das hat mich wirklich positiv überrascht. Wenn man also viel auf Reisen ist, kann ich den o2 Surf Stick nur empfehlen.
Der o2 Surf Stick ist eine kostengünstige Möglichkeit mobil im Internet zu surfen und um unterwegs zu arbeiten. Die Einrichtung geht schnell und unkompliziert. Die Bedienung ist kinderleicht.
Als Alternative zum heimischen DSL-Anschluss eignet er sich nur bedingt, man sollte vor dem Kauf unbedingt die Netzabdeckung überprüfen und sicherstellen dass mindestens eine EDGE Verbindung möglich ist. Wenn man in einem mit HSDPA versorgten Bereich lebt, steht auch dem schnellen Surfvergnügen nichts im Wege.